Aktion Lebendiger Weinberg

Ein Projekt der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg in Kooperation mit: Weinbauverband Württemberg e.V., Staatlicher Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, Badischer Weinbauverband e.V., Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, VDP-Württemberg, VDP-Baden sowie zahlreicher Weinbaugenossenschaften und Privatweingüter

Faszination Weinberg

Schon die Römer brachten mit der Kenntnis der Kultivierung von Weinreben auch eine Vielzahl mediterraner Pflanzen über die Alpen. Mancherorts bereichern diese noch heute historische Weinberglagen. In der Folge eroberten wie von selbst viele Wärme liebende Tierarten, etwa Mauereidechse oder Schwalbenschwanz, unsere Rebhänge.

Weinberge wurden zunächst von Klöstern und Grafschaften, später von den Wengerter- und Winzerfamilien immer dort angelegt, wo das Klima mild ist und die Sonne an vielen Tagen Natur und Mensch verwöhnt. So geben sich Natur und Kultur vielfach die Hand.

Bestimmte Kleinlebensräume, welche Wärme liebenden Tiere und Pflanzen im Weinberg ein Zuhause bieten, wurden in den vergangenen Jahrzehnten – oft aus mangelnder Erkenntnis der Bedeutung für den Naturhaushalt – zurückgedrängt. Man kann das Rad der Geschichte zwar nicht zurückdrehen, wohl aber verantwortungsvoll nach vorne bewegen. Und so gilt es heute, wieder neue ökologische Nischen zu schaffen.

Es gibt vielerlei Ansatzpunkte, ohne Erschwernis bei der Bewirtschaftung einer vielgestaltigen Pflanzen- und Tierwelt wieder mehr Platz einzuräumen, die Weinberglandschaft Lebendiger zu gestalten und damit auch das Landschaftsbild aufzuwerten. Dies hat mit Naturbewahrung ebenso viel zu tun wie mit dem Marketing der hochwertigen Produkte aus den Weinbergen, dem Tourismus, mit der Umwelt- und Lebensqualität unserer Heimat überhaupt.


Weinberg
Wilder Majoran
Mädchen im Weinberg
Signet Umweltakademie beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Signet Umweltministerium

Friedrich Schiller

Der gebildete Mensch macht sich die Natur zu seinem Freund.
Friedrich Schiller
 
Signet