Bereits ein kleiner Haufen von Lesesteinen in einer sogenannten Spitzzeile oder im Bereich einer Wegekurve bietet einer Vielzahl von Tieren Lebensraum. Im Weinberg gibt es viele Möglichkeiten, Bereiche als Lebensräume zu optimieren, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. In Frage kommen etwa die Randzonen der Weinberge, Wegränder, Böschungen, Bereiche entlang der Staffeln und Wasserstaffeln, an Weinberghäuschen, Ruhebänken, Hinweisschildern und Wegweisern, sowie an, auf und vor Mauern.
Geeignete Flächen sind etwa am Zeilenende vorhanden. Spitzzeilen mit nur wenigen Rebstöcken sind heute wirtschaftlich unrentabel. Dort können neue Lebensräume für eine natürliche Weinbergflora entstehen. Ökologisch besonders wertvoll ist der Übergangsbereich zwischen Weinberg und Wald, da diese Säume aufgrund der trockenwarmen Bedingungen Rückzuggebiete für viele Pflanzen und Tiere sind.
Auch die Begrünung zwischen den Zeilen und im Unterstockbereich sollte keine Begrasung, sondern eine blühende, artenreiche Pflanzenwelt mit weinbergtypischen Kräutern, Blumen und Gräsern sein.
Broschüre: Lebendiger Weinberg. Weinberggebiete als Naturerlebnislandschaften
Die Broschüre Lebendiger Weinberg. Weinberggebiete als Naturerlebnislandschaften,
herausgegeben von der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg bietet umfassende Einblicke
in die weinbergtypische Tier- und Pflanzenwelt und die Umsetzung von Maßnahmen zur
Erhöhung der Artenvielfalt im Weinberg.
Der 76 Seiten umfassende, farbige Leitfaden "Lebendiger Weinberg" kann kostenlos
gegen 1,45 EUR in Briefmarken (Erstattung des Portos) angefordert werden bei:
Stiftung Landesbank Baden-Württemberg
Natur und Umwelt
claudia.bamboschek@lbbw.de
http://www.lbbw.de/stiftungen